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Lösungen finden
Der Streit über den Verbleib der Büste der Nofretete steht beispielhaft für das ungelöste Problem des Umgangs mit fremden Kulturgütern, die vor langer Zeit auf meist zweifelhafte Weise in europäische Museen gelangten, wo sie noch heute selbstverständlich als Teil des eigenen Kulturbesitzes, häufig sogar des eigenen Kulturerbes vereinnahmt werden.
Obwohl die europäischen Museen nur in wenigen Fällen mit konkreten Restitutionsforderungen oder Anfragen für Ausleihen konfrontiert werden, weigern sich die meisten Museen bis heute, die fragwürdigen Besitztitel aufzugeben und den Ländern, denen bedeutende Kulturgüter einst geraubt oder durch fragwürdigen Tausch- bzw. Ankaufgeschäfte verloren gegangen sind, endlich ein faires Angebot zu machen.
So ist es auch in Berlin, wo sich die zuständigen Vertreter der Museen und die verantwortlichen Kulturpolitiker bisher jeder Debatte über eine konsensfähige Lösung verweigert haben.
Die Kampagne
Um diese Blockadehaltung aufzulösen, erschien es uns notwendig und überfällig, dass sich die Öffentlichkeit einmischt und darüber diskutiert, wie dieser Konflikt von deutscher Seite fair gelöst werden kann.
Mit der Kampagne 'Nofretete geht auf Reisen' haben wir für diese Diskussion eine Plattform geboten.
Im Zeitraum vom 11. April bis zum 30. Juni 2007 wurde die Kampagne durchgeführt. Durch eine breite und kontinuierliche Berichterstattung in den deutschen, europäischen und internationalen Medien konnten weltweit mehr als 10 Millionen Menschen die Kampagne verfolgen. Heftige Reaktionen der deutschen und der ägyptischen Regierung haben noch einmal bewiesen, dass es notwendig ist, den Fall Nofretete zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln, die für beide Seiten akzeptabel sind.
Die Diskussion dauert an und wird in den kommenden Jahren weitergehen.
Diese Website dokumentiert die Aktivitäten und Materialien der Kampagne, die hier stattgefundene Diskussion und das Abstimmungsergebnis. Neuigkeiten aus Kairo oder Berlin, die sich während der Kampagne ereignet haben, sind hier dokumentiert.
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